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Last Night a DJ Took My Life
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LNADJTML erzählt die Lebensgeschichte der in Kalifornien geborenen Sängerin Lori Glori als fantastische, larger-than Life Musical Memoiren. Von Lori Gloris ersten Auftritten in der Gospelband die HAM Sisters, über ihren Auftritt mit Bill Summers & Summers Heat in der US-Amerikanischen Sendung Soul Train, bis zu ihrer Zeit als Background und Lead Sängerin in verschiedenen Eurodance Produktionen in Deutschland.

Wieso sie in dieser Rolle nur wenigen bekannt ist?

Die Aufführungspraxis des Playbacks führte im Fall zahlreicher Schwarzer Sänger*innen dazu, dass sie für ein verhältnismäßig geringes Entgelt bei Eurodance Hits als weibliche Backgroundstimme im Studio fungierten, ihr Platz auf der Bühne bei Live Auftritten wurde allerdings von weißen Sängerinnen eingenommen. Die Singenden traten weder als beteiligte Künstler*innen in Erscheinung, noch wurden sie finanziell am Erfolg der Lieder beteiligt.
Diese ausbeuterische Zusammenarbeit hat Tradition. Ständig dieselbe Leier: Obwohl Schwarze Kultur und Ästhetiken den europäischen Eurodance maßgeblich geprägt haben, wird der Beitrag Schwarzer Künstler*innen darin nur selten anerkannt bzw. wurde bis heute nicht angemessen honoriert.

LNADJTML ertastet die rissige Oberfläche der Popmusik auf ihre andauernden Gewaltreproduktionen ab und schenkt Lori Glori Gehör, Aufmerksamkeit und Anerkennung.

INSZENIERUNG & CHOREOGRAFIE Joana Tischkau BÜHNE Carlo Siegfried KOSTÜM Nadine Bakota SOUND & KOMPOSITION Frieder Blume SONGWRITING & SCRIPT Fatima Moumouni, Fehler Kuti, Joana Tischkau, Ensemble VIDEO Sondi LICHT Markus Keusch OUTSIDE EYE Ellias Hampe DRAMATURGIE Laura Paetau AUDIENCE DEVELOPMENT Laura Rivas Kaufmann TOURING & INTERNATIONAL RELATIONS Sonja Hildebrandt KÜNSTLERISCHE VERMITTLUNG T&S Manuela Runge MIT Yèinou Avognon, Vincent Basse, Emeka* Ene, Lori Glori, Sasha Melroch, Lukas Vögler, Sophie Yukiko FOTOS Zoé Aubry

2024

(1) Vgl. Hans Roth, „Die komische Differenz. Zur Dialektik des Lächerlichen in Theater und Gesellschaft“ (Berlin, Freie Universität Berlin, 2021), 371.

Eine Produktion des Schauspielhaus Zürich.

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